• Am Ende: Ehe für alle

    Bemerkenswert, was sich gegenwärtig am Eingang zum Haus der Ehe abspielt. Da treffen die, die aus der Ehe raus wollen, auf jene, die unbedingt hinein wollen. Und doch verstehen sie sich auf Anhieb. Denn jene, die hinaus wollen, fühlen sich genau von dem gleichen überfordert wie die, die hinein wollen, Nämlich eine bestimmte Art von Verantwortung.

    Was beide Seiten nicht leisten können und daher auch nicht wollen, ist ein dauerhaftes Zusammenleben, nicht um ihrer selbst willen, sondern um der Zukunft willen.

    Wie gefährlich es war, die Ehe der Liebe zu öffnen, das zeigt sich jetzt. Am Ende sieht die Gesellschaft nur noch den Pol der Liebe. Ist aber die Ehe Ausdruck von Liebe, dann darf sie niemandem verweigert werden. Denn wer könnte bestreiten, dass auch Lesben und Schwule einander lieben können. Gleichzeitig musste der Begriff des Rechts ausgehöhlt werden. Ehe war früher keine persönliche, sondern eine rechtliche Angelegenheit. Um der Fortpflanzung des Geschlechts willen hat man die Ehe unter staatlichen Schutz gestellt. Nur wer das leisten konnte und wollte, durfte überhaupt heiraten. Im Kirchenrecht war die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft der erste Zweck der Ehe. Der zweite Zweck war die Sorge füreinander. Von Liebe, dieser subjektiven menschlichen Qualität, war keine Rede.

    Auch die Kirche hatte ihren Teil beigetragen zur Auflösung, indem sie die Zwecke in Ziele aufgelöst und beide für gleichrangig erklärt hat. Das schien alles sehr vernünftig und menschengemäß zu sein.

    Wir stehen geschichtlich nahe am Ende der Entwicklung. Die Gleichrangigkeit war nur ein Übergang. Heute haben wir die entgegengesetzte Einseitigkeit. Vor dem Hintergrund der Gender-Ideologie wird nun auch die Fortpflanzung der Liebe untergeordnet. Auch wenn sich zwei Gleichgeschlechtliche lieben, haben sie das Recht, sich Kinder zu besorgen (Adoption) und aufzuziehen.

    Das alte Bild von der „Natur“ des Menschen mag in manchen Büchern und Gruppen noch bewahrt werden. Gesamtgesellschaftlich löst es sich auf. Es gehört zur höchsten Verwirklichung des Ideals der Autonomie, auch darüber frei bestimmen zu können. Die Rechte auf Pille, Abtreibung, Freitod waren Stationen auf einem Weg, der logisch zur „Ehe für alle“ geführt hat.

    Unbewusst steuert man damit zugleich auf eine noch umfassendere Erkenntnis zu: es gibt für den Menschen keine „Dinge“ und „Sachverhalte“, die seinem Bewusstsein unbedingt vorgegeben sind.

    Immer muss ein Faktor dazu kommen: das in Beziehung gehen. Was für Menschen Realität ist, hängt von den geschichtlichen Kräften ab, die in ihnen gerade gegeben sind. Davon wiederum hängt ab, was Worte, Begriffe, Handlungen bedeuten. Die Bedeutungen unterliegen einer meist unbewussten geschichtlichen Dynamik. Diese Dynamik verdichtet sich im historischen Kairos

    Was gerade dem historischen Kairos entspricht, sucht sich zu verobjektivieren, identisch zu werden mit etwas, was im Bewusstsein der Subjektivität entzogen ist und damit seinen Anspruch auf alle legen kann. Das ist genau die Funktion von Recht und Gesetz.

    Und genau dieses Ziel verfolgten vor kurzem einige Parteien, als sie die Ehe für alle zur Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl erhoben. Diese Bedingung sollte der CDU/CSU die Möglichkeit zur Koalition abschneiden, wohl wissend, dass diese These inzwischen im Bundestag eine sichere Mehrheit besaß.

    Der Schachzug misslang. Merkel zog sich geschickt aus der Affäre. Sie hat die Ehe für alle zur Gewissensentscheidung freigegeben. Sie persönlich war dagegen. Aber sie wollte mit dieser Sicht nicht ihr politisches Schicksal verbinden. Objektiven Anspruch hat für sie nur das Ganze. Das Ganze aber besteht aus dem, was an festen Bildern und Begriffen im Bewusstsein da ist, und dem, was viele als „Volk“ empfinden.

    Merkel bekannte sich also nicht zu etwas, sondern zum Ganzen. Sie handelte im Grunde nicht anders als bei Fukushima oder dem Migrantenproblem. Sie surft auf den geschichtlichen Wellen. Ihr Talent ist es,  auf ihrem Surfbrett lange regungslos zu warten, um sich dann im richtigen Augenblick  zu erheben und sich von der Kraft einer Welle an ein (gesetzliches) Ufer tragen zu lassen.

  • AUF DEN KAIROLOGISCHEN SPUREN VON MERKELS ATOMPOLITIK

    Die Kunst der Politik ist, die richtige „Welle", also jene „kritische Masse" abwarten zu können, mit der sich die vorhandenen Hindernisse überwinden lassen und auf der sich dann wirklich so surfen lässt, wie man eigentlich will. Die Wirkung des Unglücks von Fukushima in Deutschland und die Reaktion von Merkel ist ein gutes Beispiel dafür. Die Bevölkerung ist emotional betroffen, die Atomlobby ist argumentativ geschwächt. Auf einmal funktioniert der Schwenk: Moratorium für 7 AKWs (von denen viele sicher nicht mehr ans Netz gehen werden), auf die Schnelle zwei neue Kommissionen. Natürlich spielen die Landtagswahlen eine gewisse Rolle, da es auch um Machterhaltung geht, aber der Kern liegt woanders, im historischen und geistigen Kairos von Merkel selbst.

    Es erweist sich, dass die Kernkraft nicht so sicher ist wie behauptet. Für die technischen Probleme ist Kommisson 1 zuständig. Es erweist sich ferner, dass das „Volk" längerfristig keine AKWs mehr will. Zu welchem gemeinsamen Willen aber reicht die Kraft? Das ist die Frage für Kommission 2. Die weisesten 14 Vertreter und „Nothelfer" der „Öffentlichkeit" sollen einen möglichst breiten Energiekonsens der Gesellschaft formulieren. Aus beiden soll ein neuer Zielkonsens hervorgehen, zu dem Merkel dann die Realität Schritt für Schritt hinführen will.

    Es gäbe viele andere Wege, wie die Kommentare in den Medien zeigen. Warum also so und nicht anders? Hier ist Merkels Maximumfaktor, ihr Kairos gut zu erkennen. Sie (Jahrgang 1954) gehört zu einer sogenannten „Beziehungsgeneration", in der die Menschen nicht nur Funktion gewisser objektiver Güter sind, sondern diese Güter und die geschichtliche Bewegung zwei zunächst selbstständige Pole des Ganzen sind, die beide ihre volle Kraft erst dann entfalten, wenn sie auf ein Drittes, ein gemeinsames Ziel bezogen sind. In diesem Generationsfeld steht Merkel am Ende der ersten von vier Schichtungen (Jg. 1948/49 bis 1954). Dies bedeutet, dass sie, die „Moderatorin", glaubt, ihr Maximum zu leisten, indem sie für das Handeln eine möglichst große geistige Willensplattform schafft. Irgendetwas in ihr sagt ihr: Je klarer ist, was wir alle gemeinsam wollen, desto größer ist die gesellschaftliche Kraft zur Verwirklichung.

    Das Ergebnis wird in diesem Falle eine Art überparteilicher „Energiekonsens" sein. Wie so etwas, angewandt auf die deutsche Wirklichkeit, aussehen wird, lässt sich gut an der „Erklärung anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge" von 2007 ablesen. „Wir verwirklichen...; wir streben...; wir leben und wirken...; wir wahren... mit der Konsequenz, dass alle Regierungschefs die EU bis 2009 „auf eine erneuerte gemeinsame Grundlage" stellen wollten. Damals beklagten die christlichen Kreise den fehlenden Gottesbezug. „Zufällig" allerdings wurde diese reine Botschaft, dass wir in der EU „zu unserem Glück vereint" sind, an einem 25. März verkündet, dem liturgischen Festtag der Verkündigung der Frohen Botschaft durch den Engel Gabriel an Maria, neun Monate vor Weihnachten. Gut möglich, dass der Energiekonsens nächstes Jahr an Pfingsten besiegelt wird.
    © Dr. Karl Hofmann

     

  • Beust und Co. Politikerrücktritte im besten Alter

    Konnte sich früher jemand vorstellen, dass Politiker wie Strauß oder Wehner sich im besten Mannesalter hätten aus der Politik ins „Privatleben" zurückziehen können? Stellvertretend für diese Uraltgeneration von Politikern äußerte erst kürzlich Helmut Schmidt sein Unverständnis für solches Verhalten. Innerhalb eines Jahres verabschiedet sich ein halbes Dutzend Ministerpräsidenten inmitten der jeweiligen Amtszeit (außer Rüttgers) und dies mit auffallend ähnlich lautenden und nichtssagenden Argumenten wie „alles hat seine Zeit".

  • Burka-Volk und Medien

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    Das Problem der Wahlforschung ist, richtig zu erfassen, was für das „Volk“ bedeutsam ist. Bisher ging man davon aus, dass im Allgemeinen die Menschen das sagen, was sie denken, und das denken, was sie fühlen bzw. für bedeutsam halten.

  • Die Heilige und der Spielverderber

    Sowohl in den Medien als auch im Bundestag erschienen zwei Tage danach die Rollen klar verteilt. Merkel hatte mit engelsgleicher Geduld, lächelnd und ohne festgelegte Vorstellungen die Sondierungsgespräche geführt. Lindner war der Spielverderber, der wohl immer schon diese teuflische Absicht hatte.

  • DOKTORTITEL ODER MINISTERAMT? ZU GUTTENBERG UND SEIN KAIROS

    Die Nation diskutiert über zu Guttenberg und seine Doktorarbeit. Das Thema ist so heiß wie gegenwärtig Libyens Sand. Da es die Menschen bewegt, offenbaren die öffentlichen Diskussionsrunden gut die Grundeinstellungen der Beteiligten. Wie aber stellt sich der Fall kairologisch dar? Hier spielen geschichtliche Zeitfenster und die damit verbundenen Deutungsmuster eine entscheidende Rolle.

  • Helmut Schmidt 1918 bis 2015 – ein kurzer kairologischer Nachruf

    Wer so alt wird wie Schmidt, dessen Leben ist schon längst in allen Facetten beschrieben und analysiert worden. Ein farbiges, differenziertes Bild begegnet uns. Was aber gab diesem Mann seine innere Einheit?

  • Maske und Wirklichkeit in Wirtschaft und Politik

    Wie kann jemand übermenschliche Macht und Anerkennung (in der Form von Millionen Euro oder Dollar) in Anspruch nehmen? Man rechtfertigt sich üblicherweise mit der großen Aufgabe, der sozialen Verpflichtung, der Konkurrenz der Besten. Aber ist das wirklich der Kern, aus dem die Gewissheit kommt, es zu verdienen?

  • Merkel, Schröder und die Flüchtlinge

    Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise formulierte Angela Merkel ein kollektives Bekenntnis: „Wir schaffen das.“ Interessant ist, wie Gerhard Schröder nach eigener Aussage formuliert hätte : „Wir können das schaffen, wenn wir bereit sind, die Voraussetzungen dafür hinzu bekommen.“

  • Merkels historischer Kairos in Minsk

    Ganz gleich, was man über Angela Merkels Weltanschauungen denkt und was sie aktuell unter dem Strich erreicht haben wird, empfinden viele an ihr etwas bewundernswert: Ihre Unermüdlichkeit (Kann sie wirklich Schlaf speichern wie ein Kamel Wasser?), ihren kaum mehr steigerbaren Einsatz für die Lösung des Ukraineproblems (Sie fliegt in einer Woche rund 20.000 Kilometer). 17 Stunden wird nahezu ohne Pause nur dann verhandelt, wenn jemand da ist, der keinem einen Fluchtweg ermöglicht. Es gab offenbar Stunden, da wollte Poroschenko gehen oder Putin sich darauf zurückziehen, dass leider die Separatisten nicht unterschreiben würden. Aber da war jemand, der auf eine schwer begreifbare Weise all diese Machtpolitiker einbindet. Am Ende macht Merkel sich ganz klein. Kein Jubelruf, sondern die Rede von einem „Hoffnungsschimmer", von Taten, an denen jetzt alles hänge.

    Was hat Merkel getan? Sie hat in eine größere Verantwortung gerufen. Aber stößt sie damit nicht von allen Seiten her auf eine tiefe Skepsis? Warum erbringt sie diesen radikalen Einsatz für etwas, was eigentlich die beiden Kontrahenten unter sich ausmachen müssten? Diese Frage führt uns zu Merkels historischem Kairos.

     

    Für sie liegt diesen konkreten Geschichts- und Machtproblemen eine universalere geistige Einheit zugrunde. Aus ihr folgt eine Art von Verantwortung, die über diesem Kriegsgemetzel steht. Diese wirft sie in die Waagschale. Dafür redet sie mit jedem dieser Mächtigen separat, um den Raum offen zu halten. Sie holt Obama und Hollande mit ins Boot. Sie lässt die europäischen Sanktionen zurückhalten. Sie hat schon längerfristig mit Putin und Poroschenko eine persönliche Vertrautheit aufgebaut. Und nun übt sie eine geistige Macht aus, die keinen direkt und jeden indirekt unter Druck setzt.
    Auch sie weiß nicht, ob all das reicht, um den Schalter von Krieg auf Frieden umzustellen. Aber eines weiß sie: Ihre Kräfte sind hier in einem höheren Maße gefordert, als es persönlich zumutbar ist. Es ist ihr historischer Kairos, der sie fordert. Diese Sinnausrichtung hält sie wach, nicht ihre Kamelverwandtschaft.

    Merkels historischer Kairos: C4c1(4)311-2(1)Cc2(1)
    Tipp zur Vertiefung:

    Bundestagswahl 2013: Merkel und Steinbrück

    AUF DEN KAIROLOGISCHEN SPUREN VON MERKELS ATOMPOLITIK

  • Nach dem Duell. Kairologische Anmerkungen zur US-Wahl

    In Amerika wählen bekanntlich nicht direkt die Wähler ihren Präsidenten, sondern die „Wahlmänner“. Diese wiederum haben keine Wahl außer ihren Bundestaat zu repräsentieren. Dieser tritt grundsätzlich nach außen als Einheit auf. Wo 51 % einen Kandidaten bevorzugen, gehört der ganze Staat dem Kandidaten.

    Das System ist zwar so erst im 18. Jahrhundert konstruiert worden, geht aber im Kern auf Johannes Calvin zurück.

  • Richard von Weizsäcker - ein Mann der Offenen Gesellschaft

    Richard von Weizsäcker, am 31.1.2015 gestorben, ist ein herausragendes Beispiel für das Potenzial, das jenes Generationsfeld enthielt, das die „Offene Gesellschaft" anstrebte. Geboren 1920, gehörte er zur vierten Schichtung. Sein Horizont war die größtmögliche Einheit in der Vielheit eigenständiger, freiheitlicher Bürger. Nicht umsonst erhielt er den bezeichnenden Titel „Bürgerpräsident". Er lebte eine ehrliche, persönliche, an den Tatsachen orientierte Ethik und Politik. Diese persönliche Verantwortung und Würde stellte er über Partei und Verträge. Daher ließ er sich von keinem Lager vereinnahmen, sondern sah sich immer zuerst seiner persönlichen Einsicht und Handlungskraft verpflichtet. Er forderte die Politiker immer wieder dazu auf, ein „Beispiel zu geben" für das offene Miteinander. Diese persönliche Würde und Offenheit fand seinen besten Ausdruck in seinem Schreiben und Reden, das stets geschliffen, edel, feinsinnig und nie verletzend war. In seinem Handeln repräsentierte er das Handeln aller Gutwilligen, betonend, dass es „keine endgültig errungene moralische Vollkommenheit" gebe. In diesem Sinne sprach er am 8. Mai 1985 etwas aus, mit dem er in und außerhalb von Deutschland die größte ihm mögliche Resonanz erzeugte: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung." Ein großartiger Stern am geschichtlichen Himmel des okzidentalen Systems hat seinen historischen Kairos vollendet.

  • Sigmar Gabriel, Pegida und ein historischer Kairos

    Gabriel hat am 23. Januar eine Diskussionsrunde mt Pegidaanhängern und –gegnern in Dresden besucht. Er sagte in der Diskussion selber nichts, redete aber danach mit den Menschen, die dabei waren. Dass er damit seine Generalsekretärin brüskierte und auch viel Lob von der falschen Seite bekommen würde, hat er sicherlich mit seiner Erfahrung gewusst. Er nahm es in Kauf – warum?
    Kairologisch scheint das ein klassischer historischer Kairosmoment zu sein. Er offenbart, worauf es einem ankommt, was sich bei jemandem zwischen Input und Output abspielt, welche Wertigkeit etwas hat und wo er insgesamt gerade steht. Für fast jeden Politiker lassen sich solche historischen Kairosmomente nachweisen, in denen der Sinnkern deutlich erkennbar aufleuchtet. Man denke z.B. an den Punkt, an dem Helmut Kohl sein Ehrenwort über das Gesetz stellte, an den Abschiedsbrief von Helmut Schmidt für den Fall eines RAF-Kidnappings oder daran, mit welcher Hingabe Angela Merkel alle Regierungschefs der EU auf die Lissaboner Erklärung einschwor. In unterschiedlicher Weise zeigten sie, welcher historische Kairos über ihnen wie ein Bethlehemsstern stand und zu welchem Opfer sie dafür bereit waren, um ihrem Stern bis zum Ende zu folgen.
    Wo steht Gabriels Stern und aus welcher Perspektive schaut er gerade darauf? Für Gabriel ist Politik ein polares Geschehen. Die auffallende Harmonie der großen Koalition wird wesentlich getragen von einer doppelten Führungsspitze der SPD (Gabriel, Steinmeier), die zum historischen Feld der zweiten Schichtung einer Beziehungsgeneration gehört, also zu den Jahrgängen 1955 bis ca. 1961/62. Deren historische Kairosposition lässt sich sehr genau bestimmen. In Gabriel hat seine Ausstrahlung in der aktuellen Kairos-Lebensphase bereits eine große Ganzheit erreicht. In diesem Fall zeigt sie sich in der Kraft und in dem Bedürfnis, direkt (wenn auch nur symbolisch) mit den Menschen (auch der Pegidabewegung) ins Gespräch zu kommen. Die Ganzheit seiner Politik besteht aus den beiden Polen „SPD" (mit all ihren politischen Grundsätzen und all ihrer Parteigeschlossenheit) und „Bürger" (mit all ihren aktuellen Sorgen, Empfindungen, Gedanken). Wie er in der eigenen Partei unterscheidet zwischen der Organisation und den Menschen, so auch bei Pegida. Das Optimum liegt für Gabriel in der Resonanz beider Seiten. In diesem Sinne sah er die Notwendigkeit, ein Zeichen zu setzen.
    Damit konfrontiert Gabriel bewusst die Gesellschaft mit der in ihm ausgereiften Weltanschauung und testet zugleich, wen diese Position anspricht. Ergebnis: Die Funktionäre sind düpiert, 80% der Emails aus dem Volk, die in der Parteizentrale ankommen, sind positiv.

  • Trump als Präsident - eine kairologische Prognose

    „Make America great again.“ Was Trump mit fast 70 motivierte, sich dem Kampf um die Präsidentschaft zu stellen, war, den Traum für künftige Generationen zu sichern, mit dem er (und mit ihm viele Amerikaner) aufgewachsen sind.

  • US-Präsidentschaftskandidaten. Kairologische Anmerkungen

    Donald Trump (1946) und Hillary Clinton (1947) gehören kairologisch zur vierten und letzten Stufe eines Generationsfeldes, in dem an „Realismus“ geglaubt wird. Ted Cruz (1970) und Marco Rubio (1971), Die inzwischen ihren Wahlkampf aufgegeben haben, gehören zur vierten Schichtung einer sogenannten Beziehungs-Generation.

  • Wahl 2017: Merkel und Schulz - kairologisch

    Deutschland wählt am 24. September. Kairologisch haben wir nicht die Aufgabe, Wahlergebnisse vorherzusagen. Sie hängen von vielen Faktoren ab. Uns kommt es darauf an, die maßgeblichen Persönlichkeiten tiefer zu verstehen. Was lässt sich in Kürze zu Angela Merkel und Martin Schulz sagen?

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