• Depression und Kairos bei Männern

    Depressionen haben oft mit dem starken Abweichen von Kairos zu tun. Sie zeigen sich aber vor allem am Anfang bei Männern in ganz anderen Symptomen als bei Frauen. Solche Zeichen sind: Gereiztheit, Irritiertheit, vermehrter Ärger, von äußerst impulsivem Verhalten begleitet. Solche Männer treten oft geradezu feindselig und aggressiv auf und haben eine nach außen gerichtete Vorwurfshaltung sowie eine niedrige Stress-Toleranz. Sie werden auch von regelrechten Zornes-Attacken über-rannt. Im Nachhinein empfinden Betroffene ihr Verhalten zumeist als unpassend oder übertrieben und bereuen oder bedau-ern ihren Wutausbruch. Weitere Anzeichen: riskante Verhaltensweisen wie wag-halsiges Autofahren oder antisoziales Verhalten, vermehrter Alkoholkonsum. Häufige Erklärungen: Stress, berufliche Belastungen.

    Aus meiner Sicht geht vieles, was dann als psychische Erkrankung (Depression) eingestuft wird, auf die große Differenz zwischen Kairos-Soll und Ist-Wahrnehmung zurück. Das Leiden daran kann tatsächlich lebensgefährlich sein. Vier Prozent der „Depressiven" nehmen sich das Leben, doppelt so viele Männer wie Frauen. Wie sehr kann eine Kairos-Behandlung Anti-Depressiva ersetzen? Diese Frage ist noch zu prüfen. Wäre sehr hilfreich, sie in der Zukunft klar positiv beantworten zu können.

     

  • Erfolg und Kairosstrategie

    Lebenserfolg ist eine Frage der richtigen Kairosstrategie. Das ist unsere Grundthese.

    Erfolg hängt weniger von der Größe der individuellen Intelligenz, der Kenntnisse oder der jeweiligen Mittel ab, sondern ganz entscheidend von der Art, wie jemand seine Kräfte und Mittel einsetzt. Das hat sich inzwischen bei vielen Führungskräften herumgesprochen.

    Woran aber sollen wir uns beim WIE orientieren? Die besten Strategien haben sich bisher an der „Natur“ ausgerichtet. Die Natur weise dem Menschen den Weg. Das ist richtig -  aber welche Natur?

    Begründet der effektive Einsatz jeder Art von Energien  bereits den eigenen Lebenserfolg? Verstehen wir mit unserem Wissen um biologische, soziale oder wirtschaftliche Kräfte wirklich schon, wie unser Leben als Mensch und geschichtlich Beteiligter funktioniert? Genügt es, die biologische oder gar atomare Natur des Menschen zum Maßstab zu machen?

    Wir sagen: nein.  Denn so  würden  wir gerade das unterschlagen, was das Spezifische der menschlichen Natur ausmacht. Seine Natur liegt nämlich nicht in bestimmten realen Eigenschaften, sondern in einer besonderen Dynamik, mit der er zu all seiner Wirklichkeit in Beziehung treten kann. Solange wir darum nicht genau Bescheid wissen, verstehen wir zwar viele Einzelheiten, nicht aber den geschichtlichen Weg, den der Einzelne und die ganze menschliche Gemeinschaft geht. Dann wissen wir zwar viel von den Kräften der Natur, die überall wirken, aber wenig von den spezifisch menschlichen Ausformungen dieser Kräfte. Wie sich das Leben der Zelle nicht aus dem Verhalten von Molekülen ganz verstehen lässt, so die menschliche Evolution nicht  ganz aus der biologischen. Der Mensch hat eine Besonderheit, die ihm bisher nur in symbolischer Form zugänglich war, den Kairos.

    Wer diesen Kairos verstehen lernt, wird sich vielleicht  bald vorkommen wie jemand, der bisher gelernt hat, Stadtpläne zu lesen, und erstmals ein Navigationsgerät kennenlernt.

    Nicht jeder Autofahrer  muss wissen, wie der astrophysikalische oder quantenmechanische Hintergrund dazu aussieht, wie genau die Funksignale der verschiedenen Satelliten koordiniert werden. Er muss  nur wissen, was  das Navi ihm über das Hier und Jetzt sagen kann.  Schon das übersteigt das Wissen derer, die ihn  bisher gelotst haben oder Landkarten fertigten.

    In schwieriger werdenden Zeiten stellt sich die Frage: Wie komme ich als Führungskraft oder als Unternehmer am besten durch? Jeder ist eigentlich gewillt, sein Bestes zu geben. Die Frage ist: Was steht gerade an? Wie erreiche ich mein Optimum?

    Es gibt ein zu früh und zu spät bei unternehmerischen Grundentscheidungen, bei der Besetzung von Posten, bei der Übergabe an Jüngere. Wer mit 30 in eine Firma eintritt, hat mit 40 oder 50 eine andere Beziehung dazu. Wichtig wäre zu wissen, nach welcher tieferen Logik sich diese Beziehung ändert.

    Wir könnten uns  auch sonst viel an menschlicher Lebensenergie sparen, wüssten wir  oft genauer, welche Kraft tatsächlich hinter diesem oder jenem Wort oder Tun steht. Wir schätzen manchmal die Motivation von Menschen falsch ein.  Oder wir fühlen uns enttäuscht, weil wir Beteuerungen geglaubt haben, hinter denen nichts war.

    Der Weg zu echtem Lebenserfolg verläuft nicht immer dramatisch. Bei manchen erscheint er nahezu geradlinig zu sein. Ihre Entscheidungen liegen auf einer Linie, scheinen einer zwangsläufigen Kausalität zu folgen. Und doch  ändern sich auch in diesen Fällen die menschlichen Energien. Ob so oder so - diese unternehmerisch zu beachten, heißt energiebewusst zu führen. Energiebewusst führen aber heißt: Kairosbewusst führen. 

  • Lebensphasen der Melancholie

    Der Philosoph Wilhelm Schmid schreibt: „Es gibt regelrechte Zeiten der Melancholie: Wer in der Pubertät angesichts verlorener Kindheitstage und im Herbst angesichts fallender Blätter und kahler Bäume nicht melancholisch wird, macht etwas falsch im Leben.

  • Partnerschaft und Beziehungskrise

    Merke ich die Beziehungskrise oder verstehe ich sie?

    Wo ist das Feuer geblieben, fragen sich viele irgendwann. Die Bedeutung unserer privaten und beruflichen Beziehungen ändert sich offensichtlich. Folgt dies einer gewissen Logik? Wenn ja, was machen wir am besten daraus?

  • Zeitmanagement und Lebensplanung

    Beherrsche ich die Zeit oder lasse ich mich von der Zeit führen?

    Ihre menschliche Zeit ist weder bestimmt von Uhr und Kalender noch von Biorhythmen und Sternen, sondern von einer eigenen Dynamik.

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