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„Das ist jetzt genau das Richtige.“ So klingt es manchmal, wenn Führungskräfte in Politik und Wirtschaft glauben, einen bedeutungsvollen Zeitpunkt, ihren Kairos, intuitiv erkannt zu haben. Leider versagt diese Intuition nicht selten auch. Hoch eingeschätzte neue MitarbeiterInnen enttäuschen, große Investitionen werden in den Sand gesetzt, der Nachfolger handelt ganz anders als erwartet. Hier lohnt es sich, ein neues Instrument einzusetzen: die Kairos-Analyse. Mit ihr lässt sich erstmals die Kairos-Dynamik von Menschen und Unternehmen rational durchleuchten.

Wer zum Beispiel eine 37jährige Führungskraft einstellt, möchte gern wissen, wie diese sich in den nächsten Jahren weiterentwickelt. Dafür wird oftmals ein ausgefeiltes Personalgutachten erstellt. Es erfasst den Persönlichkeitstypus, die Kompetenzen, Ziele und Visionen, also verschiedene zukunftsrelevante Sachverhalte und Vorstellungen. Nicht erfasst wird das mögliche WANN und die zur Verfügung stehenden Entfaltungskräfte.

Die größte Einsatzfreude und Innovationskraft wird jedoch nur dort frei, wo die Art der Arbeit der Konstellation der inneren Zeitfelder entspricht. Die Kairologie weiß etwa, dass sich im 39. und 46. Jahr ein Wechsel von Zeitfenstern vollzieht. Je früher diesen neuen Zeitfenstern Rechnung getragen wird, desto mehr werden die darin enthaltenen schöpferischen Kräfte frei. So mancher, der mit 37 noch begeistert im Außen- und Kundendienst tätig ist, spürt mit 40, dass sein inneres Engagement nachlässt und er jetzt Lust hätte, zukünftige Weichenstellungen zu planen.

Bisher hängt es oft von Zufällen, vom Anwachsen des inneren Drucks, vom glücklichen Händchen eines Vorgesetzten ab, wann und wie diese Veränderungen der Kräfte wirksam werden können. Künftig wird die Kairos-Erkenntnis helfen, diese Dynamik nicht allzu lange zu ignorieren. Je genauer die Verantwortlichen um diese wissen, desto zielgerichteter und zeitgemäßer lässt sich abklären, wohin eigentlich die Reise gehen soll und wieviel schöpferische Zeit dafür zur Verfügung steht.

Eine andere Größenordnung stellt die Auswertung von „Generationsfeldern“ dar. Hat der 37-jährige das Zeug zum Unternehmensvorstand? Welchen Zugang hat er zur Dynamik des Zeit-Geists? Worin liegt hier seine optimale Wirkungskraft? Auf solche Fragen bleiben bisher die Antworten diffus. Was sich bei Millionen zwischen Input und Output an innerer Dynamik abspielt, sehen wir bisher nur im Spiegel einer äußerlichen Trendforschung. Und wie der einzelne sich dazu verhält, kann nur gemutmaßt werden.

Auf diese Lücke zielt die historische Kairos-Analyse. Sie ist in der Lage, die „Schwingungen“ großer Zielgruppen in einer bisher nicht möglichen Tiefe zu erkennen und aus dem Jahrgang des einzelnen seinen maximalen schöpferischen Horizont abzuleiten. Zu wissen, dass der 37-jährige zur ersten Schichtung einer ganz bestimmten Aufbruchsgeneration gehört, ermöglicht einen gezielten Blick auf seine Möglichkeiten und eine entsprechende Förderung.

Das neue Wissen um Kairos wird den Blick auf die „Human Ressources“ so verändern, wie es eine „neue“ Physik im 20. Jahrhundert hinsichtlich unseres Blicks auf die Natur getan hat. Wer in Coaching oder in der Beratung tätig ist, kann die Kairologie einsetzen wie der Arzt die Methoden der Radiologie. Er lernt Muster und Kräfte zu „sehen“, wo andere nur äußere Faktoren wahrnehmen. Er kann erkennen, wann jemand einen neuen menschlichen Energie-Raum betritt und wie sich darin die Bedeutung seiner Wirklichkeit verändert.

Das klingt für manche unwahrscheinlich. Doch das Modell funktioniert in der Praxis. Das bestätigen jene Coaches und UnternehmensberaterInnen, die heute schon als Kairostrainer tätig sind. Wer praktisch denkt, wird sich für dieses neue „Instrument“ interessieren. Denn bei gewichtigen Entscheidungen kommt es vor allem darauf an, die tiefere menschliche und geschichtliche Dynamik zu berücksichtigen. Ein paar Prozent mehr Sicherheit sind hier bereits von unschätzbarem Vorteil.

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