Blog Vorbemerkung

Die Blogartikel spiegeln fast fünf Jahre Gegenwartsreflexion aus kairologischer Perspektive wider. Immer wird versucht, zum historischen Kairos vorzustoßen. Die Frage war also: Was hielten die aufgegriffenen Persönlichkeiten jeweils für ihr Optimum? Wie glaubten Sie, am stärksten ihrer Berufung und der größten historischen Kraft zu folgen? Natürlich spielen immer auch Charakterzüge, Umstände, Machtbedürfnisse, taktische Überlegungen, Zufälle eine Rolle, aber im Kern ging es allen um mehr, nämlich um ein Handeln, das sie für innerlich notwendig hielten. Bis zu diesem Punkt vorzudringen, wo es um Sinn ging im Hier und Jetzt, war unser Anliegen. Nehmen Sie die Texte als Anregung und Hilfe dafür, kairologisches Verstehen besser zu verstehen.

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Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind keine Sache weniger Spezialisten und Unternehmen. Sie betreffen uns alle. Vielen klingt das bedrohlich in den Ohren.

 

Werden wir zu gläsernen Menschen?

Werden wir zur Funktion künstlicher Intelligenzen?

 Wissen unsere Apps am Ende vor uns, was wir entscheiden?

Werden wir nicht nur als Konsumenten, sondern auch als Führungskräfte und Unternehmer entmachtet?

 

Für die Autoren dieses Buches gibt es nur eine echte Lösung. Wir müssen zu einem neuen Bewusstsein von uns selbst und unserem Wirken vorstoßen: Mensch 5.0.

 

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten, 29,70 €  Kindle Edition: 18,99 €

Verlag:Books on Demand; 1. Aufl. Januar 2018

ISBN-13:978- 746067643

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Jeder weiß wie anstrengend es ist, mit seinem Auto in einer fremden Gegend oder Stadt sein Ziel zu finden. Man irrt umher, wiederholt Fehler, nimmt das Schöne der Stadt nicht wahr, sondern wird ständig genervter. Der Sprit geht zur Neige. Mancher resigniert und gibt sein Ziel auf, obwohl er vielleicht kurz davor steht.

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Elektronik ist männlich, Internet weiblich. Das ist krass formuliert. Es trifft aber wohl die Tendenz. Am PC oder Handy ist eine gewaltlose Kommunikation angesagt. Mit Fäusten oder Lautstärke ist hier nichts zu machen. Das Glück liegt in der Empfänglichkeit für diese Art von Kommunikation. Sie ist leichtfüßig und bringt umso mehr Kontakte, als wir keine Information für die anderen zurückhalten. Es kommt darauf an, nichts zu wollen, einfach im Austausch zu sein, sich hinzugeben an das Medium.

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Lange Zeit hat die Naturwissenschaft die innere Uhr des Menschen kaum beachtet. Ein Deutscher, Jürgen Aschoff, war es, der in den 1960er Jahren durch Bunkerversuche bewies „dass die innere Uhr keine Reaktion ist, sondern sich im Zuge der Evolution als autonomer Mechanismus des Körpers etabliert hatte. Er musste in den Genen festgeschrieben sein“ (Süddeutsche Zeitung v. 4. Oktober 2017,14).

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Bemerkenswert, was sich gegenwärtig am Eingang zum Haus der Ehe abspielt. Da treffen die, die aus der Ehe raus wollen, auf jene, die unbedingt hinein wollen. Und doch verstehen sie sich auf Anhieb. Denn jene, die hinaus wollen, fühlen sich genau von dem gleichen überfordert wie die, die hinein wollen, Nämlich eine bestimmte Art von Verantwortung.

Was beide Seiten nicht leisten können und daher auch nicht wollen, ist ein dauerhaftes Zusammenleben, nicht um ihrer selbst willen, sondern um der Zukunft willen.

Wie gefährlich es war, die Ehe der Liebe zu öffnen, das zeigt sich jetzt. Am Ende sieht die Gesellschaft nur noch den Pol der Liebe. Ist aber die Ehe Ausdruck von Liebe, dann darf sie niemandem verweigert werden. Denn wer könnte bestreiten, dass auch Lesben und Schwule einander lieben können. Gleichzeitig musste der Begriff des Rechts ausgehöhlt werden. Ehe war früher keine persönliche, sondern eine rechtliche Angelegenheit. Um der Fortpflanzung des Geschlechts willen hat man die Ehe unter staatlichen Schutz gestellt. Nur wer das leisten konnte und wollte, durfte überhaupt heiraten. Im Kirchenrecht war die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft der erste Zweck der Ehe. Der zweite Zweck war die Sorge füreinander. Von Liebe, dieser subjektiven menschlichen Qualität, war keine Rede.

Auch die Kirche hatte ihren Teil beigetragen zur Auflösung, indem sie die Zwecke in Ziele aufgelöst und beide für gleichrangig erklärt hat. Das schien alles sehr vernünftig und menschengemäß zu sein.

Wir stehen geschichtlich nahe am Ende der Entwicklung. Die Gleichrangigkeit war nur ein Übergang. Heute haben wir die entgegengesetzte Einseitigkeit. Vor dem Hintergrund der Gender-Ideologie wird nun auch die Fortpflanzung der Liebe untergeordnet. Auch wenn sich zwei Gleichgeschlechtliche lieben, haben sie das Recht, sich Kinder zu besorgen (Adoption) und aufzuziehen.

Das alte Bild von der „Natur“ des Menschen mag in manchen Büchern und Gruppen noch bewahrt werden. Gesamtgesellschaftlich löst es sich auf. Es gehört zur höchsten Verwirklichung des Ideals der Autonomie, auch darüber frei bestimmen zu können. Die Rechte auf Pille, Abtreibung, Freitod waren Stationen auf einem Weg, der logisch zur „Ehe für alle“ geführt hat.

Unbewusst steuert man damit zugleich auf eine noch umfassendere Erkenntnis zu: es gibt für den Menschen keine „Dinge“ und „Sachverhalte“, die seinem Bewusstsein unbedingt vorgegeben sind.

Immer muss ein Faktor dazu kommen: das in Beziehung gehen. Was für Menschen Realität ist, hängt von den geschichtlichen Kräften ab, die in ihnen gerade gegeben sind. Davon wiederum hängt ab, was Worte, Begriffe, Handlungen bedeuten. Die Bedeutungen unterliegen einer meist unbewussten geschichtlichen Dynamik. Diese Dynamik verdichtet sich im historischen Kairos

Was gerade dem historischen Kairos entspricht, sucht sich zu verobjektivieren, identisch zu werden mit etwas, was im Bewusstsein der Subjektivität entzogen ist und damit seinen Anspruch auf alle legen kann. Das ist genau die Funktion von Recht und Gesetz.

Und genau dieses Ziel verfolgten vor kurzem einige Parteien, als sie die Ehe für alle zur Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl erhoben. Diese Bedingung sollte der CDU/CSU die Möglichkeit zur Koalition abschneiden, wohl wissend, dass diese These inzwischen im Bundestag eine sichere Mehrheit besaß.

Der Schachzug misslang. Merkel zog sich geschickt aus der Affäre. Sie hat die Ehe für alle zur Gewissensentscheidung freigegeben. Sie persönlich war dagegen. Aber sie wollte mit dieser Sicht nicht ihr politisches Schicksal verbinden. Objektiven Anspruch hat für sie nur das Ganze. Das Ganze aber besteht aus dem, was an festen Bildern und Begriffen im Bewusstsein da ist, und dem, was viele als „Volk“ empfinden.

Merkel bekannte sich also nicht zu etwas, sondern zum Ganzen. Sie handelte im Grunde nicht anders als bei Fukushima oder dem Migrantenproblem. Sie surft auf den geschichtlichen Wellen. Ihr Talent ist es,  auf ihrem Surfbrett lange regungslos zu warten, um sich dann im richtigen Augenblick  zu erheben und sich von der Kraft einer Welle an ein (gesetzliches) Ufer tragen zu lassen.

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Deutschland wählt am 24. September. Kairologisch haben wir nicht die Aufgabe, Wahlergebnisse vorherzusagen. Sie hängen von vielen Faktoren ab. Uns kommt es darauf an, die maßgeblichen Persönlichkeiten tiefer zu verstehen. Was lässt sich in Kürze zu Angela Merkel und Martin Schulz sagen?

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Das Problem der Wahlforschung ist, richtig zu erfassen, was für das „Volk“ bedeutsam ist. Bisher ging man davon aus, dass im Allgemeinen die Menschen das sagen, was sie denken, und das denken, was sie fühlen bzw. für bedeutsam halten.

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Wer sich schon mit Descartes befasst hat, darf sich freuen. Uns erwartet ein neuer Descartes. Er ist bereits geboren, um 1990.

Seine Grundlinien lassen sich schon skizzieren:

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Viele Möglichkeiten gibt es, die Kraft und Ausstrahlung von Chartres zu erfahren. Aber das, was Ihnen dieses Kairosseminar anzubieten hat, hat es bisher so nicht gegeben. Die Kathedrale zeigt Ihnen im Großen Ihre ureigene Sinndynamik und umgekehrt sehen Sie in Ihrem eigenen Lebensweg den geschichtlichen Weg der Kathedrale.

Sie werden lebendig nachvollziehen können, was Khalil Gibran, der große libanesische Dichter, in „Der Prophet“ schrieb:

„Der gewaltige Mensch, in dem ihr nur Zellen und Sehnen seid; Er, in dessen Gesang all euer Singen nur ein lautloses Pochen ist. Eben in dem gewaltigen Menschen seid ihr gewaltig, und indem ich ihn sah, sah ich und liebte ich euch. Seine Stärke bindet euch an die Erde, sein Duft hebt euch in den Himmelsraum, und in seiner Beständigkeit seid ihr unsterblich.“

Und:

„War es nicht ein Traum, den keiner von euch sich erinnert, je geträumt zu haben, der eure Stadt erbaute und alles schuf, was in ihr ist? Könntet ihr nur die Gezeiten dieses Atems sehen, würde alles andere verschwinden…“

Werfen Sie einen Blick auf die „Gezeiten dieses Atems“. Herausgelöst aus den Niederungen des Alltags, werden Sie den großen Traum sehen können. Die nächste Gelegenheit, an einem  Chartres Kairosseminar teilnehmen zu können: 25. bis 31. August 2019.  siehe auch Rubrik: Termine

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Seltsam, wie wir stets das aktuell Beste auch für das Höchstmögliche halten. Wem ist etwa schon einmal aufgefallen, dass man, um ins Internet zu kommen, irgendein Gerät braucht, das einem Zugang zu Informationen, Bildern, Gesprächen, Musik  verschafft? Wir antworten dann vielleicht: ohne ein solches Gerät geht es doch nicht.

Gegenfrage: Ist das schon wirklich unserem Geist gemäß? Er ist immer noch in der Lage, ohne alle Hilfsmittel sich Fantasiegeschichten, Gespräche mit sich selbst, Bilder, Musikstücke zu  produzieren. Vollkommen wird unsere Technologie erst sein, wenn ihr das auch gelingt.

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